Andrea Peyrick
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An dieser Stelle teile ich mit euch meine ganz persönlichen Erfahrungen mit der Immunsignatur. Ich habe die Immunsignatur-Ausbildung durchlaufen und möchte euch meine Erfahrung und Ergebnisse teilen.

Als erstes wollte ich natürlich wissen, wie meine eigenen Laborwerte von der Immunsignatur Software bewertet werden. Voller Neugier habe ich also meine Werte eingegeben: Größe, Gewicht, Bauchumfang, Blutdruck, Triglyceride, Gesamtcholesterin, HDL, Blutzucker, HbA1c, keine Medikamente.

Und was kam raus?

Alle Werte sehr gut, BIS AUF Blutzucker (92 mg/dl) und Triglyceride (75 mg/dl), also der Triglycerid-Glukose-Index. Hier spuckte mir die Software nur eine gelbe Ampel aus! Das deutete also auf eine leichte Abweichung in Richtung Insulinresistenz hin. Das hat mich natürlich gewurmt! Aber das habe ich auch eigentlich vorher schon gewusst, aber dazu später mehr.

Noch einmal bei Gerrit nachgefragt. Seine Antwort: „ Deine Werte für Triglyceride und Glukose sind nicht optimal!“

Also: persönliche Insulinresistenz-Challenge angenommen und losgelegt mit der Analyse meines eigenen Lebensstils anhand der 5 Doktoren und mit dem Insulinresistenz-Protokoll aus der ImmunsignaturCoach-Ausbildung. Und ein Blutzuckermessgerät besorgt, um die Werte zu kontrollieren.

Ziel: Den Risikofaktor meiner leichten Insulinresistenz aus dem Weg räumen!

Andrea Peyrick beim Bouldern

Bewegung

Ich bewege mich täglich, viel und wechselnd, mal nüchtern, mal länger, mal kürzer, mal anstrengender, mal relaxter. Habe keinen sitzenden Job. Kann mit Fahrrad zur Arbeit fahren. Meistens mache ich jeden Morgen nach dem Aufstehen Yoga, ansonsten spazieren, joggen, klettern, bouldern, Krafttraining mit eigenem Körpergewicht, Mountainbiken. Fazit: Das sollte reichen.

Schlaf

Optimal möchte ich sagen! Heißt zu sehr regelmäßigen Zeiten und mindestens 8 Stunden.

Kälte

Fast jeden Morgen eine kalte Dusche. Sollte reichen, kann natürlich noch mit natürlichen Gewässern optimiert werden.

Atmung

Ich mache zwar Atemübungen mit Atemverlängerung, aber hier kann ich noch mehr machen z.B. in Richtung Hypoxie. Also Einatmen, Ausatmen, die Luft anhalten und dann so lange bewegen bis man wieder atmen muss.

Ernährung

Wenn ich meine Ernährung beschreiben sollte: natürlich, ursprünglich, viel Gemüse, gute Fette und Öle, Obst, Nüsse, Fisch, Geflügel. Kaum Getreide in Form von Brot, wenig Milchprodukte, so gut wie nie: Reis, Nudeln, Kartoffeln oder stark verarbeitete Produkte. Keine Limonaden oder Säfte. Ganz selten Alkohol.

ABER, und jetzt mal ganz ehrlich: zu Kuchen, Schokolade und Eis kann ich schlecht nein sagen.

Und obwohl ich weiß, dass eine niedrige Mahlzeitenfrequenz von weniger als 19 mal in der Woche essen und keine Snacks, anzustreben ist, schaffe ich das nicht so gut. Es sind dann doch eher 3-4 mal am Tag gewesen.

Fazit 1: Hier habe ich also für mich den größten Hebel gefunden. Bedeutet: Kuchen, Schokolade und Eis auf ein absolutes Minimum reduzieren und dann noch die Essenszeitfenster auf 8 Stunden / Tag reduzieren mit 2 Mahlzeiten am Tag.

Dazu noch das Coaching-Werkzeug Nummer 10 „Das Umfeld“ aus der Immunsignatur-Coaching- Ausbildung: Trigger für negatives Verhalten ersetzen durch positive Trigger und Lösungen.

Wenn es dann doch mal Kuchen oder Schokolade sein soll, ganz konkret: Schokolade ersetzen durch dunkle Schokolade mit mehr als 85% Kakaoanteil. Und Kuchen selbst backen. Getreide ersetzen durch gemahlene Nüsse dazu Eier, etwas natürliche Süße von Honig und viele Beeren. Beides bewirkt, dass der Zuckerspiegel nach dem Essen nicht so hoch ansteigt, weil mehr Fett enthalten ist und deutlich weniger Kohlenhydrate.

Fazit 2: Mein gutes Bewegungsverhalten konnte die Auswirkungen von Kuchen und häufigem Essen leider nicht kompensieren!

Und wofür war das jetzt nochmal gut, dass man keine Insulinresistenz hat?

Die Insulinresistenz ist eine Stoffwechselstörung und zeigt einen nicht optimalen Energiehaushalt. Sie ist DER Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes, Bluthochdruck, nicht alkoholische Fettleber, Herz-Kreislauf- Erkrankungen und metabolischem Syndrom.
Insulinresistente Immunzellen fehlt die nötige Energie, sie können dann nicht mehr so gut reagieren, wenn Feinde, wie Viren oder Bakterien in den Körper gelangen.

Ergebnis nach 6 Wochen

Triglyceride reduziert auf 43mg/dl und Nüchternblutzucker runter auf 86mg/dl. Damit steht die Ampel bei Insulinresistenz jetzt auf GRÜN!

Fachkommentar von Dr. Gerrit Keferstein :

Triglyzeride sind 3-er Packs von Fettsäuren, die einem Glycerolgrundgerüst verankert sind. Sie sind einer der wichtigsten Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen und ein wichtiger Hinweis auf eine Insulinresistenz. Die Triglyzeride werden sowohl von der Leber ausgeschüttet (überschüssige Kohlenhydrate werden dort in Triglyzeride umgewandelt) als auch vom Fettgewebe freigegeben, wenn jemand Fettgewebe verbrennt. Bei Übergewicht ist daher im Rahmen des Gewichtsverlustes erst dann eine deutliche Reduktion der Triglyzeride zu erwarten, wenn die Körperfettzellen einen Grossteil ihrer Triglyzeride verbrannt haben oder in die Blutbahn abgegeben haben.

Die moderate Hypertriglyzeridämie ist primär lebensstilbedingt. Triglyzeride aus dem Fettgewebe werden unter dem Einfluss von Bewegung zur Energieverbrennung freigesetzt. Das funktioniert über das Enzym ATGL (Adipozyten-Triglyzerid Lipkes). Das ATGL Enzym ist der Geschwindigkeitslimitierende Schritt der Fettverbrennungskaskade. Je aktiver es ist, desto aktiver die Fettverbrennung. Insulin (also Kohlenhydrate) hemmen dieses Enzym. Muskuläre Aktivität aktiviert dieses Enzym. Je geringer die Triglyzeridspeicher im Gewebe, desto geringer die Blutlevel der Triglyzeride. 

Ein weiteres Schlüsselenzym für die Fettverbrennung ist das HSL Enzym (Hormon-Sensitive Lipase). Dieses fettspaltende Enzym wird ebenfalls durch Insulin gehemmt. Chronisch hohe Insulinspiegel (wie bei chronisch erhöhtem Kohlenhydratkonsum und/oder Insulinresistenz) hemmen die Fettverbrennung. Das Immunsignaturprogjramm ist optimal geeignet um die Triglyzeride zu senken.

Dr. Gerrit Keferstein